
Am Samstag, 24. Oktober, feierte der Kurzfilm "Ans Licht" im Theater im Anbau in Nordhausen Premiere. Produzentin und Regisseurin Steffi Mayer brachte das Projekt gemeinsam mit vielen Akteurinnen und Partnern auf den Weg. Die Musik komponierte und spielte Tim Nowack, der zur Premiere aus Stuttgart angereist war. Der Film macht häusliche Gewalt sichtbar und rückt die Perspektiven betroffener Frauen in den Mittelpunkt. Häusliche Gewalt geschieht häufig im Verborgenen. "Ans Licht" gibt dem Thema Raum und erzählt mit Bildern, Bewegung und Musik von Isolation und dem Weg zurück in die Gemeinschaft. Der Film lädt dazu ein, hinzuschauen, zuzuhören und Betroffene ernst zu nehmen.
In Partnerschaft entstanden
Das Projekt entstand in Zusammenarbeit der Caritas-Interventionsstelle gegen häusliche Gewalt und Stalking Nordthüringen mit den Caritas-Projekten "MUTmacher*Innen" und "GewaltFREI LEBEN". Viele Akteurinnen und Akteure brachten sich in die Umsetzung und Unterstützung ein. Steffi Mayer übernahm die Produktion und Regie. Tim Nowack komponierte die Musik und spielte am Klavier.Inspiration für den Film war die Ausstellung "WOMEN IN THE DARK - aufruhr des schweigens" der Schweizer Künstlerin Franziska Greber. Ihre Arbeit macht Erfahrungen von Gewalt und Diskriminierung sichtbar. An diese Perspektive knüpft "Ans Licht" an und verbindet sie mit der langjährigen Arbeit der regionalen Interventionsstelle.
Ein Zeichen für Solidarität und Zivilcourage
Für die Schlussszene kamen mehr als 400 Mitwirkende zusammen, angesprochen waren Männer und Frauen. Ihr gemeinsames Auftreten steht für Zusammenhalt und Zivilcourage - und für die Überzeugung, dass Gewalt alle angeht. Betroffene brauchen Gehör, Schutz und verlässliche Unterstützung. Wer zuhört, ihre Entscheidungen respektiert und Hilfe zugänglich macht, kann dazu beitragen, dass niemand mit Gewalterfahrungen allein bleibt. Die Caritas Nordhausen dankt allen Akteurinnen und Partnern, die "Ans Licht" möglich gemacht haben. Gemeinsam setzen sie ein Zeichen: Häusliche Gewalt darf kein Tabuthema bleiben.
Interventionsstelle gegen häusliche Gewalt