Die 18-jährige Hannah von Schmettau kommt aus Erfurt und wird das nächste Jahr in Uganda verbringen. Sie ist eine von 16 jungen Erwachsenen, die am Freiwilligenprogramm des Kindermissionswerks Die Sternsinger und von missio, dem Internationalen Katholischen Missionswerk in Aachen, teilnehmen.
Hannah von Schmettau© Kindermissionswerk
Was treibt dich an, warum hast du dich entschieden, ein Freiwilliges Soziales Jahr zu absolvieren?
Also, meine Geschwister haben auch schon ein FSJ gemacht, daher kommt also die Idee.Ich denke auch immer, dass es uns in Deutschland so gut geht, und da möchte ich gerne etwas von zurückgeben. Ich arbeite auch total gerne mit Kindern, ich babysitte auch schon ganz lange. Ich glaube einfach, dass es ganz toll ist, ein Jahr lang eine andere Kultur kennenzulernen und woanders zu leben, ich hoffe auch, dass ich dann auch selbstständiger werde.
Was erwartest du von dir? Gibt es etwas, das du lernen willst?
Ich kann überhaupt nicht gut kochen, und da hoffe ich, dass ich etwas besser werde. Ich bin auch ein bisschen faul, gerade was Hausarbeit und so was angeht. In dem Jahr muss ich das alles dann einfach machen, und deswegen hoffe ich, dass ich da in der Hinsicht selbstständiger werde.
Was erwartest du von den Menschen, die du am Einsatzort treffen wirst?
Ich hoffe, dass die Leute offen auf mich zugehen werden. Also, ich bin auch ein offener Mensch, aber ich glaube auch, dass es grade am Anfang auch schwierig werden kann. Es ist einfach eine neue Kultur und neue Menschen, aber ich habe nur Gutes von Afrika gehört, und ich denke, die Menschen sind einfach total gastfreundlich, und ich denke, dass die mich auf jeden Fall gut aufnehmen werden. Wenn es mal schwieriger wird, muss ich eben durchhalten.
Hast du Angst oder Befürchtungen? Auf was freust du dich am meisten?
Ich habe auf jeden Fall auch Angst. Ich war nämlich noch nie so lange von meiner Familie getrennt, und ich liebe meine Familie auch total. Ein Jahr ist ja schon eine lange Zeit. Wenn man jetzt auf sein ganzes Leben zurückblickt, dann ist ein Jahr natürlich nicht so viel. Für mich persönlich ist es aber schon echt lang. Ich habe schon Angst, dass ich Heimweh bekommen werde. Ich freue mich auf die neuen Menschen und die ganzen Erfahrungen, die auf mich warten. Ich hoffe einfach, ich kann alles umsetzen, was ich mir vorgenommen habe. Ich bin mir sicher, es wird ein tolles Jahr.
In was für einer Einrichtung wirst du arbeiten. Was wird deine Aufgabe dort sein?
Ich arbeite in zwei verschiedenen Einrichtungen. Einmal in Hosfa und einmal in Cosna. Hosfa ist ein Krankenhaus, da weiß ich noch nicht ganz genau, was meine Aufgaben sein werden. Ich glaube, die verteilen auch Medikamente an Dörfer, und ich glaube, da kann ich dann mitfahren oder in der Buchhaltung mithelfen. Mir wurde aber auch gesagt, dass ich entscheiden kann, wo ich schwerpunktmäßig mitarbeiten möchte, und mich interessiert die Grundschule Cosna noch mehr, weil ich da mehr mit kleinen Kindern zusammenarbeiten werde. Das interessiert mich dann schon noch mehr, weil ich auch schon überlegt habe, Lehrerin zu werden. In der Grundschule kann ich das natürlich sehr gut ausprobieren. Ich kann dann da auch im Deutsch- und Englischunterricht helfen oder Computerkurse mitmachen und einfach bei der Nachmittagsbetreuung helfen. Ich spiele einfach super gerne mit kleinen Kindern, deshalb wird es sicher gut werden.
Welchen Gegenstand nimmst du mit auf die weite Reise nach Afrika, und warum ist er dir so sehr wichtig?
Ich nehme mir ein T-Shirt vom Weltjugendtag mit. Das war eins meiner tollsten Erlebnisse bis jetzt. Ich habe dabei so viele tolle Menschen kennengelernt und auch neue Kulturen. Das war eben auch ein Grund, warum ich das Auslandsjahr machen möchte. Ich möchte einfach noch viel mehr von der Welt sehen. Es war einfach eine tolle Zeit auf dem Weltjugendtag, und so ein T-Shirt kann man ja auch gut mitnehmen und anziehen, und deswegen nehme ich das mit.
Fragen: Urte Podszuweit, Kindermissionswerk Die Sternsinger www-sternsinger.de
Quelle:
Kindermissionswerk ,Die Sternsinger'
Urte Podszuweit
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