
Worum geht es?
Die Demonstrierenden fordern Nachbesserungen am geplanten Pflege-Neuausrichtungsgesetz (PNOG) sowie konkrete Lösungen für die schnellere Anerkennung internationaler Pflegekräfte. Über 70 Mitarbeitende der Pflegeeinrichtungen der CTE (Caritasträgergesellschaft St. Elisabeth) waren mit zahlreichen weiteren Kolleg*innen anderer Träger vor Ort und setzten sich für verlässliche Rahmenbedingungen und sichere Finanzierung ein.
Hintergrund
Mit dem Gesetz will das Bundesgesundheitsministerium angesichts eines Milliardendefizits die Pflegeversicherung finanziell stabilisieren - über ein Sparpaket. Thüringens Sozialministerin Katharina Schenk kritisierte, Einsparungen allein lösten kein strukturelles Problem.
Laut einer vdek-Auswertung liegt der monatliche Eigenanteil für einen Heimplatz in Thüringen seit Juli bei durchschnittlich 3.163 Euro - rund 250 Euro mehr als im Vorjahr. Die Zahl Pflegebedürftiger im Freistaat soll bis 2042 von aktuell rund 194.000 auf etwa 211.300 steigen.

Caritas unterstützt die Forderungen nach verlässlicher Finanzierung und guten Arbeitsbedingungen in der Pflege.
Diözesan-Caritasdirektor Philipp Nitsche erklärte dazu: "Insbesondere geht es uns dabei um die Tarifanerkennung und die Anerkennung unserer AVR-Caritas, die in den letzten Jahren in manchen Bereichen gerade erst erkämpft wurde und jetzt wieder in Frage gestellt wird, den Erhalt von Beratungsangeboten und vor allen Dingen - was uns besonders wichtig ist - die Unterstützung von pflegender Angehörigen dürfen nicht finanziell eingekürzt werden. Wir können uns diese Einsparungen als Gesellschaft nicht leisten. Daher waren wir demonstrieren und werden auch in den nächsten Monaten weiterarbeiten, dass die Pflegereform wirklich eine gute Pflegereform wird."