Schlotheim. Der Caritasverband für das Bistum Erfurt e.V. schließt das inpetto-Sozialkaufhaus in Schlotheim zum 31. März 2026. Die Stadt wurde bereits im Oktober 2025 über diesen Schritt informiert. Seit 2009 versorgen dort haupt- und ehrenamtliche Mitarbeitende bedürftige Menschen mit gebrauchten Waren und standen ihnen als Ansprechpartner zur Seite. Hintergrund der Entscheidung sind rückläufige Umsätze, insbesondere an kleineren Standorten, bei gleichzeitig steigenden Kosten. Zudem wächst der Konkurrenzdruck durch Billiganbieter im stationären Handel und im Online-Bereich. Bereits seit 2021 hatte sich eine Arbeitsgruppe des Verbandes mit der Zukunft der Sozialkaufhäuser in Thüringen befasst. Dabei zeigte sich, dass der Standort Schlotheim aufgrund seiner Größe und der Nähe zu den beiden anderen inpetto-Kaufhäusern in Mühlhausen und Leinefelde-Worbis langfristig nicht zu halten ist. Die Caritas bedauert die Schließung und dankt allen Mitarbeitenden für ihr langjähriges Engagement. Für die Beschäftigten wurden einvernehmliche Lösungen gefunden. Bedürftige können weiterhin die Sozialkaufhäuser in Mühlhausen und Leinefelde-Worbis nutzen. Caritas-Regionalleiter Sebastian Illhardt betont: "Als Caritas bleiben wir in Nordthüringen sehr stark präsent und konzentrieren uns weiterhin auf unsere vielfältigen Beratungsangebote."