40 Grad. Kein Schatten. Kein Zuhause.
Hitzewelle: Caritas bittet um Spenden zur Hitzehilfe für obdachlose Menschen
Temperaturen von bis zu 40 Grad stellen in diesen Tagen viele Menschen vor große Herausforderungen. Besonders gefährdet sind jedoch diejenigen, die keinen geschützten Rückzugsort haben. Obdachlose Menschen sind der Sommerhitze oft schutzlos ausgesetzt. Deshalb verstärkt die Caritas im Bistum Erfurt ihre Hilfe und bittet um Spenden für die Hitzehilfe.
"Während viele Menschen sich in ihre Wohnung oder an einen kühlen Ort zurückziehen können, verbringen wohnungslose Menschen den ganzen Tag im Freien. Für sie kann extreme Hitze schnell zu einer ernsthaften Gesundheitsgefahr werden", erklärt Diözesan-Caritasdirektor Philipp Nitsche.
Insbesondere in den Caritas Tagestreffs in Erfurt, Eisenach und Leinefelde finden wohnungslose Menschen Schutz vor der Hitze. Es gibt schattige Aufenthaltsräume, kostenloses Trinkwasser, sanitäre Einrichtungen sowie Möglichkeiten zum Ausruhen.
In Erfurt ist der Tagestreff an 365 Tagen im Jahr geöffnet. Neben Essen und Getränken können die Gäste duschen und sich im schattigen Innenhof aufhalten. Auch in Eisenach erhalten Besucherinnen und Besucher Getränke, Unterstützung und die Möglichkeit, sich zu erholen und zu waschen. Der Tagestreff in Leinefelde bietet sogar angenehm kühle Räume sowie jederzeit kostenloses Trinkwasser. Ein schattiger Außenbereich ergänzt das Angebot.
Ergänzend sind Streetworker auch von der Caritas in Erfurt unterwegs. Sie verteilen Wasserflaschen, Sonnenschutzmittel und informieren über Trinkbrunnen sowie schattige Aufenthaltsorte. Gerade Menschen, die neu auf der Straße leben, erhalten so wichtige Orientierung und Unterstützung. Die Mitarbeitenden beobachten zugleich mit Sorge, dass die Zahl wohnungsloser Menschen weiter zunimmt und immer häufiger auch jüngere Menschen betroffen sind.
Für die Hitzehilfe werden dringend zusätzliche Mittel benötigt. Besonders gefragt sind Hygieneartikel des täglichen Bedarfs wie Sonnencreme sowie die Finanzierung von Getränken und weiteren Hilfsangeboten. "Schon eine kleine Spende hilft uns dabei, Menschen vor den Folgen der extremen Hitze zu schützen", so Caritasdirektor Philipp Nitsche.
Auch Bürgerinnen und Bürger können helfen: Wer einen Menschen sieht, der unter der Hitze leidet, sollte ihn respektvoll ansprechen und Unterstützung anbieten. In akuten medizinischen Notfällen sollte unverzüglich der Rettungsdienst verständigt werden.
